Mich kann man mieten!

Vielleicht nicht gerade, wenn Sie ein Klavier zu transportieren haben, aber für Autorenlesungen im kleinen oder größeren Rahmen, oder auch für Workshops zum Thema "Kreatives Schreiben" bin ich genau die Richtige. (Kompakt, flexibel, erschwinglich - nur die Abwrackprämie können Sie bei mir nicht geltend machen.)

Kontaktieren Sie mich über info@spielmannslied.de

Lesung: Sonntag, 17. Mai, 17.00 in Bamberg. Ich lese im Rahmen eines Kunst-Festivals, das vom AStA der Uni Bamberg veranstaltet wird. Bericht siehe unten!

Zweite Lesung: Freitag, 5. Juni, 19.30 im "Studio 13" in Bamberg.

Dritte Lesung: Freitag, 26. Juni, 19.30 in der Stadtbücherei Heilsbronn.

Noch eine Lesung: Am Wochenende vom 10. bis zum 12. Juli werde ich im Rahmen des Historischen Bürgerfestes in Gräfenberg lesen. Eine Traditionsveranstaltung, bei der mitzuwirken ich besonders stolz bin: hier stürzt sich ein ganzes Dorf ins Mittelalter. Näheres unter www.buergerfest-graefenberg.de.

Herbstlesung: Sonntag, 27. 09.,  ab 21.00 im "Club Kaulberg" in Bamberg.

Zweite Herbstlesung: Freitag, 16. Oktober, 19.30 in Grafenwöhr in der Buchhandlung "Bücherturm".

Grundsätzlich akzeptiere ich Engagements bundesweit. Mein Programm kann ich flexibel an den Veranstaltungsort und das Publikum anpassen. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

Lesung Kontakt-Festival Bamberg, 17. Mai 2009

 In Bamberg gibt es ja nur drei Sorten von öffentlichen Gebäuden: ehemalige Kirchen, ehemalige Klöster und ehemalige erzbischöfliche Verwaltungsprachtbauten. Wenig verwunderlich also, dass meine erste Spielmannslesung in einer ehemaligen Kirche stattfand, die heute als Aula der Universität Bamberg dient.

Zum Glück war ich dort nicht allein, sondern umgeben von anderen Programmpunkten: andere Lesungen, Theater, Musik – ein dreitägiges Kunst- und Kulturfestival, organisiert und unentgeltlich angeboten von der AStA der Uni Bamberg. Der Link zur Veranstaltung ist hier:

http://www.kontakt-festival.de/

Sehr cool, was die Studenten und Studentinnen da auf die Beine gestellt haben. Getragen werden sie von dem Gedanken, dass Kultur nicht nur etwas für Reiche sein sollte, und der Gedanke stieß bei allerlei regionalen und überregionalen „Größen“ auf so viel Gegenliebe, dass ein abwechslungsreiches, qualitativ sehr anspruchsvolles Programm zustande kam.

Und mittendrin, der Spielmann.

Ein bisschen blass, aber wild entschlossen, drückt er sich im wunderschönen Kreuzgang der Aula herum – der leider besetzt von Getränke- und Bratwurstständen war, sonst wären wir garantiert dort aufgetreten – und lauscht den Kollegen von „Minniglich“, die mit Charme, Humor und Lautstärke den Kreuzgang mit mittelalterlichen Weisen beschallen, bis auch der letzte mitgekriegt hat, dass demnächst eine spannende Lesung stattfinden wird.

„Minniglich“ ist eine fränkische Mittelalter-Band, die sich bereit erklärt hat, uns bei diesem Auftritt zu unterstützen, und es war eine Freude, ihnen zu lauschen.


Natürlich haben sie auch eine Homepage: http://www.minniglich.de/index.php . Dort kann man auch in die Musik reinhören.

Die Bühne war dann – nun ja. Groß. Echt groß. Ungefähr so:



Man könnte sagen, ich hatte jede Menge Platz, um mich auszutoben. Hinter mir, das ist eine Leinwand, ungefähr von der Größe eines Fußballfeldes. Ich hatte noch überlegt, Laptop und Bilder mitzubringen, um etwas an die Wand werfen zu können, hatte dann aber befürchtet, von den Bildern regelrecht erschlagen zu werden, zumindest optisch, und so kam dann die „kahle“ Variante zum Einsatz.

Gelesen habe ich ziemlich viel Krona, ziemlich viel Action und ein bisschen Gefühl. Ratet, wer daheim auf dem Sofa saß und schmollte (virtuell, versteht sich), weil er sich zu kurz gekommen fühlte bei dieser Lesung… (und er hatte sich EXTRA die Haare geflochten und sein schönes königsblaues Wams angezogen, nur die Stiefel waren dreckig, weil er niemanden gefunden hat, der sie ihm geputzt hätte, und das alles NUR für einen WINZIGEN Auftritt, und was er denn getan hätte, um zum Statisten degradiert zu werden? Meine Antwort: „Du hast Dich von einer Hexe gefangen nehmen lassen, damit ist man ziemlich effektiv raus aus der Geschichte“ wollte er nicht gelten lassen.)

Er ist offen für Trost, übrigens. Vielleicht sied Ihr da draußen ja zartfühlender und verständnisvoller als die herzlose Autorin.

(Nur so unter uns, verratet’s ihm nicht, aber Krona macht einfach so viel Spaß beim Lesen, die ist durch keinen Elfenprinzen zu ersetzen.)

Aber zurück zum Spielmann in der Kirche.

Die Veranstaltung war, alles in allem, ein Erfolg:


- glückliche Autorin –

All die Zuhörer auf dem Bild, und auch die, die nicht drauf sind, saßen in dieser kühlen Kirche, obwohl sich draußen der erste schöne, warme, sonnige Abend seit drei Wochen abspielte, und obwohl der Durchschnitts-Bamberger es gewöhnt ist, bei solchen Gelegenheiten kompromisslos sein Abendprogramm ins „zweite Wohnzimmer“ zu verlegen: den „Keller“, was andernorts unter der Bezeichnung Biergarten bekannt ist. Insgesamt schwankte die Zuhörerzahl um die Größe einer mittelprächtigen Schulklasse (die Rede ist von bayerischen sparplangeschädigten Großklassen, nicht etwa vom finnischen Modell…), was sehr ordentlich ist für eine Autorin, die kein Schwein kennt, Verzeihung, die erst am Beginn ihres Ruhmes steht.

Schön auch, dass sie alle bis zum Schluss blieben, lachten und klatschten, und das jeweils auch an den richtigen Stellen und nicht etwa, weil die Autorin übers Kabel gestolpert, von der Bühne gefallen, mit offenem Mikro aufs Klo gerannt wäre oder sonst etwas getan hätte, was ihr einen Auftritt in einer dieser fiesen Pannenshows gesichert hätte. (Und das wäre eher weniger die Art von Ruhm, die ich mir vorstelle.)

Hätte jede/r von ihnen noch ein Buch gekauft, so wäre ich noch glücklicher. So hielt sich der Run auf den Verlaufstisch doch eher im Rahmen:



Leider werde ich bei den kommenden Veranstaltungen auf die Unterstützung der Minniglichen verzichten müssen, die sind doch sehr gefragt und haben einen dichten Terminkalender. Aber nachdem ich auch bis auf weiteres nicht mehr in einer Kirche lesen werde, sondern in eher kleinerem Rahmen, zum Beispiel hier:

http://www.heilsbronn.de/kultur-freizeit/stadtbuecherei.html

werde ich mich mit „Musik aus der Konserve“ begnügen können.

Der Bericht zu meiner zweiten Bamberger Lesung am 5. Juni befindet sich in meinem Weblog, und zwar hier:
http://textehexe.livejournal.com/37695.html
Mit Beweisfotos.

Hier geht es weiter mit meiner Lesung am 26. Juni in Heilsbronn, nämlich:

Volles Haus im Turm!

Die Heilsbronner Stadtbücherei ist in einem ehemaligen Wehrturm der Stadtmauer untergebracht, was genauso idyllisch ist, wie es sich anhört. Hier haben sich bemerkenswert viele Menschen eingefunden, um dem Spielmann zu lauschen, bemerkenswert vor allem deshalb, weil wir mal wieder den ersten schönen, warmen, sonnigen Abend nach gefühlten drei Monaten Regenwetter erwischt hatten, und all die Menschen auch mit einem kühlen Getränk im schattigen Biergarten hätten sitzen können. Ich bin froh, dass sie es nicht getan haben, denn so hatten wir einen warmen, aber vergnügten Abend im alten Gemäuer. Das Sauerkrautfass kam zum Vortrag, der Kampf mit den Schraten in der Schlucht und natürlich der geheimnisvolle Turm. Wenn wir schon mal in einem Turm sind.


Hier noch Beweisfoto mit Glücksfeen:



Man beachte bitte die wunderbaren, weichen, tollen, nagelneuen Stiefel der Autorin, auf die sie so stolz ist, dass sie sich nur mit Mühe davon abhalten kann, überall die Füße auf den Tisch zu legen.

Als nächstes werde ich dann mit meinen tollen neuen Stiefeln auf dem Historischen Bürgerfest in Gräfenberg herum traben. Ein ganzes Spielmannswochenende; ich hoffe nur auf gutes Wetter.